Maieli Koellreuter-Im Hof. Erinnerungen an meine 43 Dienstage im September-Oktober 1939

Am 2. September musste dann Uli einrücken. Wir begleiteten ihn auf die Engelwies in Bruggen, wo Besammlung und Vereidigung war. Es war sehr ernst und bedrückend, man wusste ja nicht, ob man sich wieder sehen würde. Mein Marschbefehl lautete auf den 3. September. Wir St. Galler Pfadfinderinnen waren nach Glarus in die MSA 7 aufgeboten. Merkwürdigerweise ist mir mein Abschied von St. Gallen weniger stark in Erinnerung als der Weg mit Uli nach Bruggen. Vielleicht, weil man aktiv dabei war und Neues erwartete. -->  Alles lesen im pdf-File

Briefe an Friedi und Enkel von ihrer Mutter Marie Gsell Bärlocher aus den Jahren 1908 bis 1927

Mehr als 100 Briefe sind hier zusammengefasst. Es ist Kriegszeit ! Die Briefe sind indexiert und daher kann darin mit Schlagworten gesucht werden !

Ich muss Dir noch berichten, dass Robi vom 1 Nov. in Friedrichshafen sein wird, um Wasser-Flugzeuge zu machen oder zu studieren. Er hätte auch ein Angebot für den Balkankrieg gehabt, aber es wohl weislich nicht angenommen. Mir ists ganz recht, dass er nicht mehr in Berlin fliegt, wenn Rutz dort antritt.

Aber schliesslich haben sich die Osmanen doch durch die Jahrhunderte hindurch unfähig erwiesen, in den unterjochten Ländern eine Kultur zu errichten u. das richtet sie.

Hier ist natürlich die Erbitterung gegen das Hinterhältige Russland gross, das Deutschland, welches ehrlich u. männlich Bundestreue halten will, zum Krieg gedrängt hat. Italien traut man nicht r echt, mit Frankreich haben wir Mitleid u. wenn nur um Gotteswillen England die Finger von der Sache hält, wo es gar nichts dabei zu tun hat.

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Karten und Briefe an Ebeth Schelling-Gsell meist von der Mutter Marie Gsell aus den Jahren 1918 - 1930

Sonntagrittag waren Jac u. Clelie nett bei uns, morgen kommt nun endlich Tante Vreneli u. wird Dich wohl noch sehen, solange sie hier ist. Die Bierhofstubenjungfer hat Scharlach- im Spital - u. Imrni ist wegen den 14 Tagen, wo ihre Haushaltung nun verdächtig ist - sehr gereizt u. ungehalten.

St. Gallen 10 Mai 1921

Heute Nachmittag will ich nun Tante Clara im Spital besuchen, wo sie zur Röntgenuntersuchung weilt. Hoffentlich kommt nichts Böses da heraus. Heute versäumt Ihr das zweite Madrigalkonzert, das in der Zeitung angekündigt ist. Den Anna Boleyn Film haben wir nicht mehr sehen können, er war schon fort, als
wir uns anschickten. So gehts uns mit dem meisten~ Friedi    --> Alles lesen

Emil Bärlocher schreibt an seine Schwester aus Manchester 1898

Er verbringt die Weihnachten bei Wenners. In Manchester sieht man die Hand nicht vor dem Gesicht ! Angefügt ist noch ein Brief von Walter Bärlocher an seine Schwester Gsell-Bärlocher. Aus Belford ! Was macht er dort ?

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Briefe nach Budapest 1880 - 1899

Warum diese Briefwechsel, diese Freundschaften auf so weite Distanz? Grund war das Familienfest 1858. Irma Naeff aus Budapest war mit Mutter dabei. Da lernten sich die Cousinen (2.Grades: Urenkelinnen von Johann Mathias Naeff) kennen. Sie waren sich gegenseitig so sympatisch, dass sie sich schrieben, Freundinnen wurden, sich besuchten.
Anfangs Februar 2002 wurden mir die Briefe zugesandt aus Budapest von Peter Kiraly. Er teilte mir das mit über diese erste Begegnung 1888.
Renate Altwegg-Im Hof
Transkription Februar 2002.  --> Die Briefe als pdf-File

Briefe von Marie Naeff Franisco, Emilie Lutz Bühler, Adolf Lutz Bühler, Mily Haltiner, Frida Haltiner, Eduard Haltiner, Clara Börlocher-Naeff, Verena Streuli Bärlocher, Esterli Weydmann, Robert Weydmann, Marie Fehr.Gsell

Hier finden Sie die transskribierten, in Hefte zusammen gefassten Briefe, die in einem sogenannten "Akkordeon" durch Anklicken der Überschriften zugänglich sind.
Jakob Laurenz Gsell an seine Frau Susanne Gsell-Schobinger aus den Jahren 1814-1839

Wieso Jakob Laurenz Gsell-Schobinger um 1814-1819 gleich nach seiner Verheiratung 1813 monatelang
in Paris und Lyon war, wissen wir nicht. Möglicherweise hat er für St.Galler Kaufleute (aus der Verwandtschaft seiner
Frau?) Textilmuster gezeichnet. kopiert. entworfen ? Aus den Briefen geht zwischen den Zeilen hervor, dass er geschäftliche Aufträge aquirieren musste und darin erfolglos war. Die Zeit war turbulent. In Lyon ereigneten sich die letzten Auseinandersetzungen mit napoleonischen Truppen, in Paris waren alle Machträger versammelt um eine Nachfolgeregelung nach dem Ausscheiden Napoleons zu finden. Keine gut Zeit um Geschäfte abzuschliesen. Jakob Laurenz hat seine Geschäftsberichte geschönigt und er muss gedemütigt nach St.Gallen zurückkehren.

Wir wissen auch nicht, welche Tätigkeit er nach seiner Rückkehr nach St.Gallen ausübte. Die Briefe zwischen 1833 und 1839, meist an seine Frau gerichtet, klingen aber fröhlich, fast lebenslustig. Er hat seine Aufgabe im --> Lithographieren gefunden.

Das ist ein Gegensatz zu dem Bild, welches man aus den Briefen seiner Frau an ihren Sohn Jakob in Rio (s.Briefe von und nach Rio. Band 1 - 5) erhält, wo er als zurückgezogener stiller Mann erscheint und deutlich wird. dass die Haushaltkasse auf die Privatstunden seiner Frau und ihrer Freundin S.Högger angewiesen ist.

--> Die Briefe als pdf-File

--> Ein Orginal Briefe 1848

Kann jemand diese Briefe transskribieren ?

I Jacob Laurenz Gsell, Briefe aus Rio - Briefe nach Rio, 1836-1842
Rioriefe von J.L.Gsell aus den Jahren 1836-1842

Herausgegeben von Renat Altwegg - Im Hof im Advent 1991, mit einem Vorwort von Daniela Schlettwein Gsell

VORWORT ZU DEN BRIEFEN AUS RIO von Renate Altwegg-Im Hof

--> zu den Briefen als pdf-File

Jacob Laurenz Gsell, unser Urgrossvater, der "Grosspapa Röteli“: In Gesprächen mit Eltern, Geschwistern, Cousinen und Vettern haben wir uns immer wieder gefragt, wie er eigentlich war. Man wusste so wenig von ihm. War er farblos neben seiner aktiven, bestimmenden, starken Frau - von der wir viel wussten - , die ihre längst erwachsenen Söhne und Töchter und Schwiegertöchter leitete. Dass er in Rio war, bewunderten wir, und dass er als Millionär heimkehrte man denke: Millionär ! Aber was waren das für Geschäfte, die ihn reich machten ?, waren die so ganz in Ordnung ?, hat er etwa mit Sklaven gehandelt ? Und was war er denn für ein Mensch?, siegreicher, selbstbewusster Kapitalist ?

Und nun auf einmal liegt aus seinen Briefen sein Bild vor uns. Eines das mit all unseren Vermutungen überhaupt nicht übereinstimmt: Ein gebildeter junger Mann ohne viel Selbstvertrauen, denn begabt waren seiner Meinung nach die beiden Brüder, er gar nichts wert. Ein rührend lieber, treuer Sohn und Bruder, den das Heimweh durch all die Jahre in Rio nicht verliess. - Sehnsucht nach dem Daheimsein mit seiner Familie, nach den Schweizer Bergen. Starke Teilnahme an allem, was passierte in St. Gallen. Grosser Hunger nach guter Literatur. Brasilien war wohl schön; aber gelebt wurde so schweizerisch wie möglich und ausschliesslich mit Schweizern, vor allem St. Gallern. Dann aber auch ein munterer, gesunder, lebhafter Mensch, der die Wahrheit sagte, ein "Republikaner", der sich trotz Widerwärtigkeiten nicht entmutigen liess. Und ein offensichtlich kluger, begabter, integrer Kaufmann im vollen Einsatz, der die Korruptheit der Brasilianer verachtete, der von Haus aus wusste, was Geldknappheit bedeutet, aber trotzdem nicht für Geldverdienen um jeden Preis war.

Nun sind die Briefe aber nicht bloss aufschlussreich, was die Person "Grosspapa Röteli" betrifft, sie sind auch in anderer Hinsicht interessant: historisch, kulturhistorisch, wirtschaftsgeschichtlich, Literatur betreffend. die gelesen wurde, brasilianisches Brauchtum, Landschaftsbeschreibung, das Leben in St. Gallen, Bildungswesen, Familienschicksale. Der Stil der Briefe - ein Zeitdokument - ist etwas langfädig, suchend nach schönen oder originellen Wendungen, aber auch spontan Dialektwörter brauchend. Jacob Laurenz Gsells Briefe und die seiner Mutter wurden in einer Holzschatulle aufbewahrt von seiner Mutter, seiner Frau, seiner Tochter Clara Wild-Gsell. Seine Enkelin Anny Meyer-Wild fing an, die Briefe abzuschreiben (die ersten 9 Briefe) unterstützt von ihrer Tochter Susi Meyer. Da Daniela Schlettwein-Gsell und ich schon andere Familienbriefe oder -akten herausgegeben und im Lesen der alten deutschen Schrift nachgerade ein wenig Übung haben, hat Susi uns die Briefe anvertraut. Mutter Gsell Schobingers Handschrift ist einfach zu lesen, die Briefe von Jacob Laurenz oft so schwierig, dass nur mit Intuition durchzukommen ist oder mit der Feststellung: so kann das nicht heissen. Z.B.: "rechts wegen" anstatt "nicht mehr“,4 "schnaubende Kühe" anstatt "schaukelnde Kähne", "aufwarten" anstatt "antworten", "leider öffentliche Birken" anstatt „lederöpfelartige Backen". Darum gibt es Lücken, und haben sich vielleicht etwa auch Fehler eingeschlichen. Das Abschreiben einer Seite kann ohne weiteres zwei Stunden dauern. Dank Frau John, die die Jahrgänge 1840 und 1841 entziffert hat, sind nun alle Briefe von 1836 bis Mai 1842 ohne Kürzungen abgeschrieben. Damit möchten wir uns einstweilen begnügen.

Von den folgenden Briefen bis 1851, wo Jacob Laurenz heimkehrte nach St. Gallen - von 1845 an fehlen die Briefe der Mutter -, haben wir nur noch ein paar uns wesentlich scheinende Angaben oder Abschriften gemacht. Briefe und Gegenbriefe sind eingereiht nach dem Datum. Von der Absendung eines Briefes bis zu seinem Eintreffen beim Empfänger dauerte es Monate. Der Absender schrieb jedoch seinen nächsten Brief längst bevor er die Antwort auf den vorausgehenden erhalten hatte. Dies muss bei der Lektüre berücksichtigt werden. Zum besseren Verständnis der Familiengeschichte und des Stammbaumes empfehlen wir das "gelbe Buch", von Otto Gsell und Daniela Schlettwein-Gsell 1984 herausgegeben: "Zur Geschichte von St. Galler Familien Gsell, Bärlocher, Naeff, Lutz", Seiten 30-86.


                 Renate Altwegg-Im Hof

II Jakob Laurenz Gsell, Briefe aus Rio - Briefe nach Rio, 1839-1851
Briefe von und nach Rio aus den Jahren 1839.1851

BRIEFWECHSEL AUS DEN JAHREN 1839 - 1841
AUSGEWÄHLTE BRIEFE AUS DEN JAHREN 1842 - 1851

--> zu den Briefen als pdf-File

Brief No 33 von Mutter an J.L. St. Gallen d 12 ten Januar 1839
Innigstgeliebtes Kind:
Unrichtig würde ich mich ausdrücken, besonders nach meinem Gefühle, wenn ich dir schriebe schon sind es drei Jahresfeste die wir nicht miteinander feyerten, denn mir erscheint die Zeit unserer Trennung eine halbe Ewigkeit, es mögen dem jungen, frischen Gemüthe die Jahre hinfliegen, bei uns Matronen geht die Zeit ihren prosaischen und
ernsten Gang, die einzig nur gehoben und verschönert durch die treueste Freudnschaft, die innigste Kindesliebe wird, ohne diese beseeligende Trösterinnen wäre das Alter einem harten St Galler Winter zu vergleichen, frostig, eisig, starr. - - Unsern Singabend feyerten wir gemüthlich und stille, nur unser friedliches, sich treuliebendes Trio beisammen, dem schmerzlich vermissten Kleeblatte galt das Schönste und Beste, gleich den Giganten hätten wir gerne den Himmel erstürmt um die schönsten seiner Gaben an euch auszutheilen, doch mussten wir kleine Menschenkinder mit Bitten und Flehen uns begnügen. - Das Beginnen des Jahres 1839 geschah auf eine sehr unheimliche, störrende Weise, du erinnerst dich der feyerlichen Pause wo der Neuling noch zaudert, und ängstlich und freudig erwartet und bewillkommt sein will, mit Glockenschall und dem Jubel der Menschheit. Diesen Genuss entbehrte nun der Schlusstein der dreissiger Jahre, der durch Feuerlärm und Trommel vergällt wurde. Glücklicherweise betraf es nur ein kleines Gebäude (Wagen und Holz enthaltend)
von Hr Friedrich auf der Kugelmoss, vollkommene Windstille und schnelle Hülfe retteten selbst noch den grössten Theil, acht Tage später brannten 5 Häuser in der Langgass ab. (vom Adler bis zur Schmiede).

usw. siehe pdf File

III Jacob Laurenz Gsell, Briefe aus Rio - Briefe nach Rio, 1842-1845
Susanne Gsell-Schobinger gemalt von Sohn Caspar

BRIEFWECHSEL AUS DEN JAHREN 1842 - 1845 <-- pdf File
Hier folgt nun die Fortsetzung der schon abgeschriebenen Briefe. Die von J.L. sind zum Teil so unleserlich, dass sich viele Lücken und gelegentlich merkwürdige Formulierungen ergaben, die vermutlich nicht stimmen. J.L. selber schreibt von "Schmierereien", die er gemacht. Er lässt z.B. viele Wörter einfach in einem geschwungenen Strich oder Haken enden, was alles mögliche, mehrere Buchstaben, heissen kann, oft in winzig kleiner Schrift (wohl um Porto zu sparen) und mit jetzt stark verblasster Tinte, so dass man nur mit Lupe entziffern kann. Auch die Mutter beklagte sich offensichtlich, denn im Brief vom
16. August 1843 geht J.L. darauf ein und schreibt von seinen Hintergedanken beim Schmieren, nämlich dass die Leser dann selbst einen Sinn hineinlegen würden, einen bessern als er zustande bringt.

IV Jakob Laurenz Gsell, Briefe aus Rio - Briefe nach Rio, 1846-1850

BRIEFWECHSEL AUS DEN JAHREN 1846 - 1850,  Edition: Renate Altwegg-Im Hof, 1992

--> pdf-File der Briefe

NACHWORT von Daniela Schlettwein-Gsell
Schon vier Jahre nach der Hochzeit zogen Jakob Laurenz und Wilhelmine Gsell-Lutz 1856 ins eigene Haus im "Röteli", wo die neun Kinder - acht eigene und ab 1866 auch Rudi David, das verwaiste Büblein des Mitarbeiters Heinrich David aus Rio - aufwuchsen. Die Tochter Clara hat diese Familie ausführlich beschrieben (abgedruckt in O. Gsell, zur Geschichte von St. Galler Familien 1984 S. 87-105). J.L. Gsell hat offensichtlich noch lange intensive Korrespondenzen mit seinen Associes in Rio geführt. Man erzählt sich, dass, wenn der Postbote mit einem Brief aus Ubersee erschien, ein Ruf durch's Haus erscholl: "sind still, dr Bape het Rio". Als J.L. Gsell dann 1896 nach längerem Leiden starb, erwähnt ein Nachruf im Tagblatt der Stadt St. Gallen (40, 1896), dass er langjähriges Mitglied des Kaufmännischen Direktoriums, des bürgerlichen Schulrates und des städtischen Verwaltungsrates war und zu gemeinnützigen Zwecken Fr. 10'000.- vergabte.

Der Nachruf sch1iesst wie folgt: "An Allem, was während seiner langjährigen Amtstätigkeit von dem städtischen Schulrate, dem Verwaltungsrate und dem Kaufmännischen Direktorium geschaffen worden ist, nahm Herr Gsell-Lutz seinen reichlich bemessenen Anteil, wenn auch nichts auf seinen Namen ging. Umsomehr ist es am Platze dessen bei seinem Hinschied öffentlich zu gedenken und darauf hinzuweisen, dass schliesslich auf den wackern Männern, die selbstlos und freudig, ohne Rücksicht auf äussere Ehre und geräuschvolles Lob ihre Kraft und Einsicht in den Dienst des Gemeinwesens stellen, dessen Wohlfahrt zumindesten ebensosehr beruht als auf den Führern, die an weithin sichtbaren Ehrenstellen stehen. Wir können unserer guten Stadt St. Gallen wirklich nicht besseres wünschen, als dass sie niemals der Bürger nach dem Vorbilde von J.L. Gsell-Lutz ermangeln und allzeit Männer seines Schlages in verdienten Ehren halten möge."

Von den 15 Jahren in Rio, der Mühe, der Arbeit und dem Heimweh die wir aus über 100 Briefen in den vier Heften zu spüren bekommen, steht so gut wie nichts. Also auch hier dieses Understatement, das sich hintansetzen, sich geringer machen als man ist - so wie es aus vielen Bemerkungen der Briefe hervorgeht: so gerne und so gut J.L. Gsell seiner Tätigkeit nachzugehen scheint, so deutlich besetzt er sie mit pejorativen Bezeichnungen - ein Merkmal, das sich durch sein ganzes Leben zieht, umso eindrücklicher, als es doch offensichtlich auch unter den Kindern und Enkel und eigentlich auch in der heute lebenden vierten und fünften Generation immer wieder einmal zu finden ist. Dabei schlägt uns aus den Briefen eine kaum ausschöpfbare Fülle an Lebensintensität entgegen. Nur schon die vielen Angaben zur Handelstätigkeit böten Unterlagen zu einer Geschichte der Schweizer Import und Exportgeschäfte.

Die Schilderung des Alltags gibt Einblick in das karge, eintönige Leben der Kolonialisten jener Zeit, das ungeachtet aller historischer, folkloristischer oder gesellschaftlicher Ereignisse mit viel Einsamkeit verbunden war. Mancher Uberlegung wäre auch das zwiespältige Verhältnis zum Gastland wert, wechselnd zwischen Interesse und Ablehnung, zwischen Genuss und Uberdruss.

Gesundheit. Beeindruckend ferner wie bewusst sich J.L. Gsell gesund zu halten sucht, der luftige Wohnort, selbstgezogenes Gemüse, tägliche Spaziergänge, anfangs zu Fuss den weiten Weg zum Kontor, später abendliche Gänge in die Berge, eine gewisse Distanz zudem zu den Festlichkeiten seiner Bekanntschaft - und gesund ist er geblieben trotz Gelbfieber und anderen Epidemien, trotz sicher schwierigen hygienischen Verhältnissen und trotz Todesfällen in seiner nächsten Umgebung; erstaunlich vor allem im Vergleich mit dem kränkelnden Bruder und der leidenden Mutter in St. Gallen.

Heimweh. All diese sachlichen Informationen überzieht aber dann das Heimweh, das sich nicht nur wie ein roter Faden sondern schon fast als tragendes Netz durch die Briefe webt, und die fast 500 Seiten zu einem erschütternden Bekenntnis dieser prägenden Eigenschaft der schweizerischen Seele werden lässt.

Biedermeierzeit. Manches ist auch zu erfahren über Familienkonstellation in der Biedermeierzeit - die zwei Frauen im gleichen Haushalt, der kaum in Erscheinung  tretende Vater, die Mutter die mit der unermüdlichen inneren Unterstützung des fernen Sohnes wohl auch für ihr eigenes äusseres Uberleben kämpft, die Sehnsucht nach einer Familie - und wenn man so weiter spinnt, stellen sich unvermeidlich Bezüge ein zu den Nachfahren. Wie stark diese Bindungen sind hat sich im Laufe dieses Jahres gezeigt, als einige von uns gewisse Stellen als zu persönlich von der Abschrift ausschliessen wollten. Es hat lange gebraucht bis wir uns darauf einigen konnten nur zwei kurze Stellen auszulassen, die vermerkt sind so wie andere nicht leserliche Stellen auch.

In der gleichen Zeit ist uns aber auch eine ganze Welle wieder aufblühender Verbindungen innerhalb der Gsell Nachkommen entgegengeschlagen. Renate Altwegg-Im Hof hat auf die ersten Jahrgänge der Briefe so viele erfreute Reaktion erhalten, die uns auch zur Herausgabe dieser weiteren Jahrgänge ermutigten. Marie Rose v.Sprecher-Bridel
hat freundlicherweise Porträts für die jetzt vorliegenden Hefte zur Verfügung gestellt, wir waren bei Ursula Sieber-Fehr in Attisholz eingeladen und durften bei Traudt David-Elsener noch erhaltene Lithographien von Riobildern photographieren. Anni Stiefel von Gonzenbach wusste viele Einzelheiten zu Wohnung und Geschäft in Rio, Ueli Im Hof hat manche Erklärung ermöglicht, Paul Naeff hat beim Korrekturenlesen geholfen, Tobias Altwegg hat mit grossem Geschick alte Bilder pnotographiert -
Am 17. Dezember 1992 werden bei uns an der Socinstrasse Heft drei und vier zusammengelegt, gebunden und alle Photographien eingeklebt. Dann werden auch Meieli Koellreuter-Im Hof und helfen und Laurenz und Corinne Gsell, Ueli Steilin, Marina Legowski-Koellreuter, Lilly Abegg-Streuli und Pierrette Schlettwein werden vorbei schauen. So sind denn mit dem Erscheinen dieser Briefe acht Urenkel, drei Ururenkel und etliche Zugewandte aus der Naeffenfamilie der Wilhelmine Lutz in irgend einer Form verbunden, wobei aber die eigentliche Arbeit wieder einzig und ganz in den Händen von Renate Altwegg-Im Hof lag, die über die Hälfte der Briefe selber in Druckschrift übertragen hat und für alle Bilder Erklärungen und Korrekturen besorgt war. Meieli Koellreuter-Im Hof hat unermüdlich beim Durchlesen geholfen - Schreibfehler oder zweimal geschriebene Worte von Mutter Gsell Schobinger habe wir bewusst nicht korrigiert, z.Bsp. Mauren für Mauern oder bedauren für bedauern u.a.m.
Ich stelle mir vor, dass J.L. Gsell sich freuen würde, wenn er um dieses fröhliche Zusammenwirken wüsste, ganz besonders wohl wenn er auch erfahren könnte, dass in diesem Jahr das Erbe der Familie seines ältesten Sohnes Robert unter die Nachkommen aller Röteli-Enkel verteilt wird.
Es bleibt mir auszusprechen, dass das schöne Schriftbild, in dem sich diese Briefe auch diesmal wie in allen vorangehenden Heften praesentieren, wiederum ein Ergebnis der Ausdauer und Kunstfertigkeit von Frau V. John-Vetter ist, die zudem auch grosse Teile der Briefe mit Lupe und Spürsinn aus dem Original entzifferte, und der ich nicht genug danken kann.
Basel, im Advent 1992

Daniela Schlettwein-Gsell

V Jakob Laurenz Gsell, Briefe nach Rio, nachträglich aufgefunden, 1836-1850
Jakob Laurenz, von seinem Bruder Caspar

--> Lade das pdf-File der Briefe

Basel, im November 1994, Vorwort zu den hier dokumentierten Briefen von Daniela Schlettwein-Gsell

Nur wenige Monate nachdem wir 1992 vier Bände mit Briefen unseres Urgrossvaters Jakob Laurenz Gsell aus Rio und Gegenbriefen aus St.Gallen abgeschlossen hatten. fand Laurenz Gsell im Schreibtisch seines Vaters Otto Gsell ein weiteres Bündei mit Briefen aus St.Gallen. Dazu gehören die Briefe der Mutter um 1850, deren Fehlen wir bemerkt hatten (vergl. Anmerkung Bd IV S. 528, aber auch eine Reihe von Schreiben aus den früheren Jahren. schliesslich sogar einen Brief von J.L. Gsell selber. den er am 23. Nov. 1838 mit einer eigenhändigen Zeichnung seines neuen Hauses in Santa Tereza an die Eltern gesandt hatte. Wir reagierten wohl er1eichtert. dass diese Briefe sich aufgefunden hatten. aber - verständ1icherweise — auch etwas verstimmt. dass unsere Vervie1fä1tigungen nun nicht vollständig wären. Den Gedanken an ein weiteres Heft wies zumindest ich vorerst einmai entschieden von mir. Als im Sommer 1993 dann doch die Perfektion obsiegte. transkribierte Renate Aitwegg auch noch diese Briefe und bereitete sie zur Reinschrift vor.

Dabei zeigte es sich. dass Otto Gsell diese Briefe ganz offensichtlich zusammengesucht hatte. Viele davon enthalten Hinweise auf den Bruder Theodor, dessen ungewöhnlicher Werdegang Otto Gsell immer wieder beschäftigt und über dessen undurchsichtige Krankheit er des öfteren nachgedacht hat. Auch findet sich eine ausgesprochene Konzentration von Erzählungen und Kommentaren zum St.Galler Lokalkolorit jener Jahre - Parteipolitik. die bevorstehende Säkularisierung der Klöster. die finanziellen Schwierigkeiten der Kaufmannsgilde. das Schützenfest. das Buchdruckerfest - alles Informationen. die sich dankbar anboten. nachdem Otto Gsell es ja liebte seine vielfältigen Ansprachen mit Rosinen aus dem St.Galler Stadtleben zu würzen. die aber in ihrer Gedrängtheit auch zur spannenden Lektüre werden.

Noch etwas anderes wurde mir deutlich. als ich diese Sammlung nachgetragene vor mir liegen sah: Stand in den vorangegangenen Heften Rio im Zentrum des Interesses mit Jakob Laurenz Gsell als Mittelpunkt, wendet sich in diesem Zusatzband unsere Aufmerksamkeit erstmals ganz den Frauen zu, die ihm die Verbindung zur Heimat hielten - unübersehbar. dass nicht nur J.L. Gsell ein ungewöhnlicher Mann wan Auch seine Briefpartnerinnen waren ungewöhnliche Frauen. Da ist die Mutter, Susanne Martha Gsell — Schobinger, 1793-1875. zärtlich. dankbar und anhänglich - immer ein wenig leidend und mit dem Ende winkend. Sie lebte allerdings nach ihres Sohnes Rückkehr noch ganze 25 Jahre und hat übrigens als junges Mädchen den Säntis von Weissbad aus zu Fuss erstiegen - eine der ganz wenigen Frauen ihrer Zeit. Hinter der kränklichen Oberfläche steht denn auch eine ungewöhnlich gebildete. interessierte und wohlinformierte Frau. Sie unterrichtete Französisch in Privatfamilien und im Institut Petrignet, war sichtlich belesen - davon zeugen die aufgelisteten Büchertitel neuester in St.Gallen offensichtlich erhältlicher Literatur, und vermittelt einen erstaunlich klaren Einblick in die finanziellen Verhältnisse ihrer und befreundeter Familien und Geschäfte. Sie trug - noch ungewöhnlicher für eine bürgerliche Frau ihrer Zeit — mit ihrem Verdienst entscheidend zum Haushaltetat bei, und sie war sich wohl ganz klar, dass bei der wenig einträglichen Lithographentätigkeit des Vaters, "der so ganz der Kunst lebte" (Brief von Theodor. s. 0.Gsell l984. S. 44). ihre und ihrer Familie Zukunft entscheidend vom finanziellen Erfolg und der familienzugewandten Grosszügigkeit des "innigstgeliebten Kindes" in Übersee abhing.

Die zweite Briefpartnerin, Jungfer Susanne Högger. auch Suzette genannt, aus Stäfa‚ Klavierlehrerin und Tochter eines Zeichenlehrers, fester Bestandteil des elterlichen Hauses, übernimmt die Korrespondenz in rührender Anhänglichkeit immer dann. wenn die Mutter zu stark belastet ist oder zu wenig Gesundheit verspürt. Von der Mutter als "Herzensfreundin" bezeichnet wird ihre genaue Stellung im "menage ä trois" immer unklar bleiben - ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren. dass sie von den folgenden Generationen nie ganz für voll genommen wurde. Jaköb Laurenz Gsell lässt sie zwar immer an erster Stelle grüssen und hat ihr am 25. Sept. 1837 einen Brief versprochen und am 3. Oktober 1847 auch einmal geschrieben um sich über die Situation der Eltern und eventueller Heiratsanwärterinnen zu erkundigen. geht aber sonst nicht speziell auf ihre Ausführungen ein. Unsere Generation dann sah keine Bedenken ihre Briefe zu kürzen. was ihre Persönlichkeit noch weiter abhebt (vrgl. z.B. Anmerkung nach S. 78 im Nachtragsband).

Jacob Laurenz Gsell hat seine Briefe immer an die "herzlieben Eltern" gerichtet. Vom Vater ist nur ein einziger Brief vom 6. November 1847  über den Sonderbundskrieg bekannt. Da wir auch sonst kaum etwas von ihm wissen. haben wir zwischen S. 18 und 19 in diesem Nachtragsband. wo im Brief der Mutter von seiner Kunstausstellung berichtet wird eine Abbildung eines kleinen Oelbildchens aus seiner Hand eingefügt.

Und dann wäre da noch die dritte Briefpartnerin. Caroline Schobinger 1816-1892, Cousine und Jugendfreundin. die am 8. Oktober 1837. nach spürbarem Zögern einen (nicht mehr vorhandenen) Brief aus Rio beantwortet. Ihr Exponat. wagrecht und senkrecht die Seiten beschrieben, ist nicht nur äusserlich kaum zu entziffern. auch im Inhalt liegen Gedanken und Wünsche quer übereinander - ein Gesamtkunstwerk. dem J.L. Gsell über einige Monate lang mit Grüssen entgegnet, und das stellvertretend stehen mag für eine ganze Reihe sehnsüchtiger Mädchenherzen aus der Heimatstadt.

Ist es ein Zufall. dass noch während der Wochen in denen wir am Manuskript dieser Frauenbriefe schreiben. uns Kathrin Ueltschi aus Basel mitteilt. dass sie im Rahmen einer Arbeitsgruppe des Historischen Seminars der Universität Basel über Selbstzeugnisse von Frauen zwischen 1800 und 1850 (Prof. Dr. R. Wecker) eine geschlechtergeschichtliche Lizentiatsarbeit zur Alltagsgeschichte dieser Frauen vorbereitet ?

Es wäre noch zu bemerken. dass offensichtlich immer noch nicht alle Briefe aufgefunden wurden. Ein Brief der Jungfer Högger vom 9. November 1839 ist nicht vorhanden. ein weiterer Brief der Mutter vom 18. Juli 1840 liegt uns nur in unleserlicher Photokopie vor. Beide Briefe hat 0. Gsell 1984 in seiner "Geschichte St. Galler Familien" auszugsweise kopiert und kommentiert. Wir haben in diesem Nachtragsband diese Seiten aus Otto Gsell's Band der Vollständigkeit halber photokopiert und dem Datum entsprechend als "Abbildung" diesen hier vorliegenden Briefen beigelegt. Dasselbe gilt für einen dritten von O. Gsell kopierten Brief vom 13. Juli 1850. den wir ebenfalls in Otto Gsell's Kopie beilegen, obgleich wir das Original zur Hand und abgeschrieben haben. Ein Vergleich zwischen unserer und Otto Gsell's Abschrift zeigt die Problematik von Kürzungen und von Übertragungsfehlern (vrgl. Anmerkung nach S. 78 in diesem Nachtragsband).

Es sei denn auch an dieser Stelle für alle bisher edierten Hefte wieder einmal darauf hingewiesen. dass die Originalhandschrift sehr schwer zu lesen ist und vor allem Eigennamen oft eigentliche Rätsel darstellen. Sollten irgendwelche ernsthafte Zweifel bei der Interpretation gewisser Stellen auftreten, ist es sicher geraten die Originalbriefe zu konsultieren.

Wir haben durch diese Erfahrung auch gelernt, dass es wichtig ist die Originale dieser Briefe an einem sicheren und neutralen Ort zu deponieren. Nach dem Tode von J.L. Gsell hat seine juüngere Tochter Clara Wild—Gsell die Briefe übernommen und später ihrer Tochter Anny Meyer—Wild übergeben. mit der Otto Gsell in reger Verbindung stand.
Man ist sich heute einig. dass diese Briefe in der Vadiana in St.Gallen einen geeigneten Aufbewahrungsort finden könnten und wir haben vor, in naher Zukunft entsprechende Kontakte aufzunehmen.

Basel. im November 1994 Daniela Sch1ettwein—Gsell

Jacob Laurenz Gsell, 1860 - 1938, Briefe an seine Mutter aus den Jahren 1877 - 1889, sowie Erinnerungen an das Rötheli; Kinderbriefe und weiteres mehr.

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Das Heft enthält nicht nur Briefe aus den Jahren 1877 bis 1889, sondern auch Erinnerungen an das "Geburtshaus" Rötheli sowie an die  Eltern und 7 Geschwister von Jakob Laurenz. Zudem sind Kinderbriefe von Jakob Laurenz, Aufführung zum seinem 70sten Geburtstag und der Nekrolog in diesem Heft enthalten.

 

Mehr als ein Vierteljahrhundert lagen bei Meieli Koellreuter-Im Hof "Grosspapa Briefe", gebündelt und ungelesen, bis
Renate Altwegg-Im Hof 1987 die alte Schrift entzifferte. Im Masse in dem die Briefe lesbar wurden, sammelten sich Bilder, Karten, Erinnerungsstücke:
Hanneli Kläui-Schelling fand das Titelbild,
Fritz Schelling photographierte Zither und Notenhefte,
Tobias Altwegg photographierte alte Bilder,
Frieder, Hanne, Fritz Schelling photographierte Zither und NotenhefteIrma und
Peter Lutz beschafften Bilder von Onkel und Tante Adolf und Emilie Lutz aus Cilli,
Maria Kiss, Tobias Altwegg photographierte alte Bilder
Stara Marovica, schickte Ansichten aus Jugoslavien.
Bei Ueli Im Hof fanden sich dann auch die Erinnerungen, die Geschwister, Kinder und Enkel von J.L. Gsell 1938 niedergeschrieben haben.
Renate Altwegg-Im Hof gestaltete Abbildungen, Karten und Titelseiten,
Meieli Koellreuter-Im Hof versah den Text mit Anmerkungen.
Daniela Schlettwein-Gsell montierte und vervielfältigte das Manuskript,
Carl Schlettwein hat die Hefte gebunden.
Wir alle danken Frau V. John-Vetter, die viele der Briefe aus der Handschrift übertrug und mit grosser Sorgfalt das umfangreiche Manuskript so schön geschrieben hat. Die Originale der Briefe sind weiterhin bei Meieli Koellreuter-Im Hof in Reinach.
Mehr als ein Vierteljahrhundert lagen bei Meieli Koellreuter-Im Hof "Grosspapa Briefe", gebündelt und ungelesen, bis Renate Altwegg-Im Hof 1987 die alte Schrift entzifferte. Im Masse in dem die Briefe lesbar wurden, sammelten sich Bilder, Karten, Erinnerungsstücke: Hanneli Kläui-Schelling fand das Titelbild, Fritz Schelling photographierte Zither und Notenhefte, Tobias Altwegg photographierte alte Bilder, Frieder, Hanne und Peter Lutz beschafften Bilder von Onkel und Tante Adolf und Emilie Lutz aus Cilli, Maria Kiss, Tobias Altwegg photographierte alte Bilder.Stara Marovica, schickte Ansichten aus Jugoslavien.
Bei Ueli Im Hof fanden sich dann auch die Erinnerungen, die Geschwister, Kinder und Enkel von J.L. Gsell 1938 niedergeschrieben haben.
Renate Altwegg-Im Hof gestaltete Abbildungen, Karten und Titelseiten, Meieli Koellreuter-Im Hof versah den Text mit Anmerkungen. Daniela Schlettwein-Gsell montierte und vervielfältigte das Manuskript, Carl Schlettwein hat die Hefte gebunden. Wir alle danken Frau V. John-Vetter, die viele der Briefe aus der Handschrift übertrug und mit grosser Sorgfalt das umfangreiche Manuskript so schön geschrieben hat. Die Originale der Briefe sind weiterhin bei Meieli Koellreuter-Im Hof in Reinach.

Jakob Laurenz Gsell, 1860 - 1938, Briefe an seine Mutter aus den Jahren 1884 1887

----Y Zu den Briefen 

Hier gibt es Briefe zu lesen, die Jakob Laurenz aus Freiburg im Breisgau, aus dem Molkerei Baden bei Lobendorf, von der Karthause Ittingen TG, von Emmendingen bei Freiburg im Breisgau, von der Molkerei Rossreute bei Wil geschrieben hatte. Ein Breif aus Basel des 12 jähriger aus dem Jahr 1872 ist hier zu finden, sowie Briefe aus Rheineck von der Mutter an die Schwiegertochter und Frau von Jakob Laurenz. Etwas Spezielles sind Briefe Briefe von Tante Mathilda aus Manila von 1863.

Jakob Laurenz Gse11 (1860-1938). Der Lebenslauf geschrieben 1964 von der Tochter Renate A1twegg-Im Hof 1964 und ergänzt und gestrählt 1988 von der Tochter Meie1i Koe11reuter-Im Hof 1988)

Marie Auguste Gsel1-Bär1ocher (1866-1949), Lebenslauf 1964 den Kindern erzählt für dernen Ahnenbüchlein.

Zu Jakobs 70 Geburtstag. Gedichte und Produtionen

ERINNERUNGEN VON GESCHWISTERN, KINDERN UND ENKELN 1938. NACH DEM TODE GESAMMELT FÜR MARIE GSELL-BÄRLOCHER VON JAC GSELL-HEER (ORIGINAL BEI UELI IM HOF)

  • Beiträge der Söhne Jakob Gsell-Heer und Ruedi Gsell-Busse
  • Beitrag von Onkel Otto Gsell
  • Beiträge der  Schwester Friedi Im Hof-Gsell und des Schwagers Walter Im Hof-Gsell
  • Beitrag der Schwester Ebeth Schelling-Gsell
  • Beitrag der Schwägerin Irma Gsell-Bärlocher
  • Kurue Notiz von Klara Gsell-Dietschi
  • Beitäger der Enkelinen Meieli und Renate
  • Beitrag dr Schwester, Tante Clara Wild

Nekrolog

Fritz Schobinger, Briefe 1836 / 38 an seinen Jugendfreund Jakob Laurenz Gsell in Rio

Lieber Jacob:
soeben las ich vorstehenden Brief d. Herrn Enderlin an Dich, worin er auf höchst politische Weise das Geschäft Dir Neuigkeiten zu berichten mir
überträgt "it is past seveno clock and he wishes to go home", aber das ist keine so leichte Aufgabe, denn erstlich wird Dir wohl Deine Mama so ziemlich
alles geschrieben haben, was Dich interessieren kann, u dann zweitens weiss ich Deinen Gesclunack doch noch nicht genau genug um gerade
das auszuwählen was Du besonders zu wissen begehrst. --> weiterlesen im pdf-Flie der Briefe